Gruttenhütte – Österreich

In den letzten Jahren hat es mich im Urlaub immer wieder nach Österreich verschlagen. Dabei spielt  die Landschaft, die herzliche Gastfreundschaft auch die Wanderungen zur Gruttenhütte eine große Rolle.

Gruttenhütte:

Gruttenhütte

Gruttenhütte

Die Gruttenhütte ist eine Wanderhütte mit Unterkunft und Gastronomie.
Die Hütte liegt auf 1620 m und wurde ca. um 1900 erbaut.
Bewirtschaftet wird die Hütte von Juni bis Oktober.
Die Gruttenhütte liegt von Ellmau gesehen, im Herzen des Wilden Kaiser Gebirges. (rote Markierung im Foto)

Gruttenhütte von Ellmau gesehen

Gruttenhütte von Ellmau gesehen

Nach dem Motto „Viele Wege führen nach Rom“, so führen auch viele Wege zu dieser Hütte. Der Vorteil ist, dass sich jeder nach seiner Wanderkondition seinen Weg zur Hütte suchen kann. Beraten kann man sich von den freundlichen Mittarbeitern der Ellmauer Tourismusinformation, die auch das notwendige Kartenmaterial zum Wandern  anbieten.

Mein Lieblingsweg führt von Ellmau über die „Wochenbrunner Alm“ zur „Gaudeamushütte“, dann über das „Klammel“ zur Gruttenhütte.  Den Rückweg gehe ich von der Gruttenhütte über den schrägen Abstieg in Richtung  „Riedelhütte“,  vor dieser schwenke ich ab zum  „Ellmauer Steinkreis“ und wandere über die „Wochenbrunner Alm“ wieder nach Ellmau.

Start meiner Wanderung ist an der Tourismusinformation Ellmau.  Zuerst geht es entlang der  Dorfstraße in Richtung Sporthotel (Dorf 50). Dort unterquere ich die „Loferer Bundesstraße“ (178) und folge dem Weg über den Golfplatz in Richtung Gebirge.

Nach dem Golfplatz führt mich der Weg abwechselnd entlang eines schattigen Waldweges, des rauschenden Baches oder auf der Zufahrtsstraße zur „Wochenbrunner Alm“.  Nach ca. 1 1/2 Stunden erreicht man die Mautstelle.

Wählt man den Weg von der Mautstelle über die Wiese zur „Wochenbrunner Alm“,  wird man vor der Alm mit dem Anblick auf die schöne kleine Kapelle belohnt.

Meine erste Etappe ist mit der „Wochenbrunner Alm“ erreicht und ich bekomme auch den ersten Stempel in mein Wanderheft.

Hinter der „Wochenbrunner Alm“ führt mich der Weg  weiter zur zweiten Etappe, der Gaudeamushütte.

Nach ca. 30 Minuten ist die zweite Etappe, die „Gaudeamushütte“, erreicht und der Wanderstempel wird eingetragen.

Am Wegweiser, neben der Stempelstelle, steht Gruttenhütte 1 1/2 Stunden. Also noch einen Schluck aus der Wasserflasche und weiter geht es.

Beim Aufstieg kann ich eine Luftrettungsübung, der örtlichen Bergwacht beobachten. Mit einem Hubschrauber wird die Aufnahme und der Abtransport von Verletzten geübt. Gut zu wissen, dass man im Notfall auch hier in den Bergen mit Hilfe rechnen kann.

Der Weg führt mich jetzt entlang eines steinigen Aufstieges, welcher angenehm durch schattenspendendes Buschwerk führt.  Der gut markierte Weg führt mich bis zum Klamml. Der Einstieg in das Klamml beginnt unverkennbar mit einer Leiter.  Das Klamml ist der etwas steilere Aufstieg unserer Wanderung, an dessen Ende man den Gipfel zu erklimmen scheint.

Trotz das man weiß, dass man den Gipfel noch lange nicht erreicht hat, ist es ein beindruckendes Gefühl, aus dem Klamml in den freien Berg zu treten.  Jetzt noch ein kurzer Aufstieg und ich kann die Gruttenhütte schon von weitem sehen.

Nach wenigen Minuten habe ich die Hütte erreicht und nehme neben vielen anderen Wanderfreunden auf der Sonnenterasse der Hütte platz. Jetzt ist es Zeit den wunderschönen Ausblick zu genießen, eine zünftige Brotzeit einzunehmen und mit anderen Wanderfreunden über die Erlebnisse der letzten Tage zu schwatzen.

Frisch gestärkt kann es auf den Rückweg gehen. Aber das stempeln nicht vergessen.

Der Rückweg führt mich über den langen Abstieg in Richtung Riedelhütte. Beim Abstieg kann man noch einmal die hinter mir liegende Gruttenhütte aus vielen Perspektiven sehen. Nach ca. 45 Minuten bin ich am Scheideweg zur Tal abwärts liegenden Riedelhütte. Ich gehe aber am Wegweiser linker Hand in Richtung Ellmauer Steinkreis.

Der Ellmauer Steinkreis ist einer der wichtigen Ruhepunkte meiner Wanderung. Manche Menschen spüren die Energie des Steinkreises. Ich genieße die Ruhe der Landschaft und lasse mich von der Installation beeindrucken. Eine Tafel erläutert dem Interessierten anschaulich die Anordnung der Steine und deren Bedeutung.

Aber nun geht es wieder auf, in Richtung „Wochenbrunner Alm“. Der Weg führt gut markiert durch den Wald, bis auf einem Fahrweg und man erreicht nach ca. 1ner Stunde die Alm.

Der Rest vom Weg ist schon bekannt und bietet doch im anderen Tageslicht viele unerwartete Eindrücke.

Nach ca. 1 ½ Sunden hat man dann Ellmau wieder erreicht. Nun ist es Zeit zum Duschen und ich kann bei einem Glas roten St. Laurent die  vielen schönen Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren lassen.

In mein Wanderbuch schreibe ich Gruttenhütte die 6te.

Also dann bis bald.

Am Ende meiner Wanderung noch einmal viele Dank an diejenigen, die die Wanderwege so in Schuss halten, in den Hütten immer freundlich die Gäste betreuen und vor allem die, welche auch in der Not zur Hilfe sind.

Danke!

Karte:

(R_2010-06)

P.S. Hinweis:
Wer Interesse an Informationen zur Geschichte der Gruttenhütte oder zum Wandern hat, sollte diesen Link zum „Turner-Alpen-Kränzchen“ München e.V., einer Sektionen des Münchner Alpenvereins, folgen.