Hetzdorfer Viadukt

Wanderung von Augustusburg nach Hetzdorf und zurück.

Beginn der Wanderung ist in Augustusburg, unterhalb des Schlosses, auf dem Parkplatz an der Tankstelle in Richtung Erdmannsdorf. An dieser Stelle treffen sich die Straßen „Untere Schloßstraße“ und „An der Rodelbahn“.

Zu Beginn unserer Wanderung überqueren wir die „Untere Schloßstraße“ wieder und folgen der gegenüberliegende „Straße der Einheit“. Diese mündet nun in den „Fabriksteig“ Dieser alte Weg führte vor vielen Jahren die Arbeiter zur Baumwollspinnerei in Hohenfichte. Wir folgen auch den Weg nach Hohenfichte und überqueren an der alten Holzbrücke von 1602 die Flöha.

Nun soll uns der Weg durch Hohenfichte über die „Metzdorfer Straße“ führen. Der Weg beginnt nach der alten Holzbrücke und führt uns entlang der Straße, vorbei an Bauerngehöften mit vielen Apfelbäumen. Hält man während der Wanderung inne, kann man rücklings, majestätisch die auf dem Schellenberg trohnende Augustusburg sehen. Aber nun geht es weiter durch Hohenfichte. Nach dem wir den Berg hinuter gegangen sind sehen wir das Ferienheim „Waldpark“ und verlassen Hohenfichte. Von dort aus sind es nur noch wenige Meter bis zur Talstraße. 4 Kilometer (1/3) der Wanderung liegen jetzt hinter uns.

An der Talstraße angekommen, folgen wir dieser linker Hand in Richtung Flöha. Nun geht es ca. 300 m  in dieser Richtung nach Metzdorf. Metzdorf erreicht man nach wenigen Minuten an der Talsohle der Straße. Linkerhand stand bis vor wenigen Jahren eine Parketfabrik, welche eine wunderschöne Dampfmaschine hatte. Leider ist die Zeit darüber gegangen und man findet heute nur noch eine kahle Wiese. Ein paar alte Gebäude stammen noch von der Bimmelbahn, welche Hetzdorf mit Eppendorf und Großwalterdorf verband.

Aber nun soll unsere Wanderung weiter gehen. Wir verlassen die Talstraße an der Straßenbiegung in Metzdorf nach rechts in den Wald. Dort geht es immer Bergauf in den Wald. Haben wir den höchsten Punkt erreicht finden Sie eine Wanderhütte. Danach gabelt sich der Weg. Folgen Sie den fallenden Weg! Dieser führt Sie zum Aussichtspunkt „Hetzdorfer Schweitz“.  An diesem Aussichtspunkt haben wir die hälfte der Wanderung erreicht und es wird höchste Zeit für eine ausgiebige Rast.

Vom Aussichtspunkt aus sehen Sie rechter Hand das Hetzdorfer Viadukt in wahrscheinlich seiner schönsten Ansicht.  Darunter liegt der Bahnhof Hetzdorf, an dem die Flöhatalbahn hält.

Bis 1967 konnte man an diesen Ausblick 3 Bahnen sehen. Auf der Brücke, die Bahn von Dresden nach Chemnitz, die Flöhatalbahn unter der Brücke und die Schmalspurbahn von Hetzdorf nach Eppendorf, welche in Hetzdorf parallel zur Flöhatalbahn gefahren ist.

Linker Hand sehen Sie das kleine Wasserkraftwerk. Es wird aus dem Zusammenfluss von Flöha- und Lößnitzbach gespeist.

Aber nun geht auf zum Hetzdorfer Viadukt.
Wir folgen den am Hang verlaufenden Wanderweg und gelangen nach ca. 10 Minuten auf das Viadukt. Vor Jahren verlief darauf noch die Bahnverbindung von Dresden nach Chemnitz. Heute ist das Viadukt ein liebevoll restauriertes Denkmal. (Ein Interessenverein pflegt das Viadukt und richtet alljährlich ein Brückenfest aus.)  Rechter Hand, nicht weit vom Viadukt, sieht man die neue Bahnbrücke. Unten ist der Bahnhof Hetzdorf zu sehen. Unsere Wanderung verläuft weiter bis ans Ende des Viaduktes und geht über einen steil abfallenden Weg bis nach unten zu den Bahngleisen der Flöhatalbahn. Dort angekommen hat man einen Blick auf die riesigen Bögen und Mauer mit den Sich die Erbauer ein Denkmal gesetzt haben.


Nun aber auf zum letzten Teil unserer Wanderung und der verläuft durch den Wald und immer in Richtung Grünberg Rundweg. Bitte auch im größten Schilderwald immer zielstrebig diesen Wegweiser folgen.
Hat man den Wald mit den vielen Pilzen verlassen, kommt man nach kurzer Zeit auf eine Allee, welche zwischen Grünber und Augustusburg auf die Straße von Flöha nach Augustusburg mündet.
Folgt man dieser in Richtung Augustusburg,  ist am in wenigen Minuten am Ausgangspunkt unserer Wanderung.

Karte „Hetzdorfer Viadukt“

1- Nachtrag zur Wanderung

Am 19.01.2010 hatte ich noch einmal die Gelegenheit einen Abstecher nach Hohenfichte zu machen. Grund war die unweit von der Holzbrücke befindliche Baumwollspinnerei, ehemals „Hauschild“. Im Sommer waren Teile dieses schönen Industriebaus durch Bäume verdeckt.  Jetzt im Winter hat man einen nahezu freien Blick auf dieses wunderschöne Bauwerk.

Erst beim Besuch habe ich von einem sehr interessanten Innenleben erfahren. Auf dem Gelände der ehemaligen Baumwollspinnerei befindet sich eine Modellbahnausstellung, welche derzeit Sonnabend und Sonntag besucht werden kann. (Ein Muss für alle Modellbahnfreunde!)

2. Nachtrag zur Wanderung

Am 24. April 2010 hat mich der Weg in die Nähe von Hohenfichte geführt. Da war mir klar, dass der Abstecher zur Modellbahnanlage muss heute sein muss.

Gut ausgeschildert, in der oberen Etage, der ehemaligen Baumwollspinnerei, befindet sich die angekündigte Modellbahn.

Man sieht eine liebevoll gestaltete HO Anlage, die mehrere Epochen wiederspiegelt und reichlich Zugbetrieb hat. Neben der vorhandenen Anlage befinden sich schon die Vorbereitungen für die geplanten Erweiterungen.

Nach Angaben der Betreiber ist die Anlage sonnabends, sonntags und an Feiertagen ab 10.00 Uhr zu besichtigen.

Zum Vorgeschmack auf einen Besuch, habe ich mit Erlaubnis der Erbauer einen kleinen Ausschnitt der Anlage als Foto eingefügt. Den Rest der Anlage muss man aber selbst gesehen und erlebt haben.

 

Modellbahnanlage Hohenfichte

Modellbahnanlage Hohenfichte